Geschichte der Freudenstädter Gemeinschaft

Die Apis - ein Teil der evangelischen Landeskirche in Württemberg - eine starke Gemeinschaft!

Als Teil der evangelischen Landeskirche von Württemberg arbeiten wir auch in Freudenstadt aktiv in der Kinder- und Jugendarbeit, sowie bei vielen gemeinsamen und eigenen Aktivitäten der kirchlichen Gemeinde. Als freies Werk innerhalb der evangelischen Landeskirche tragen die Apis mit ihrer Arbeit dazu bei, Menschen von Jesus zu erzählen.

Die Anfänge der Apis in Freudenstadt reichen einige Jahre zurück.

Die Anfänge

Die erste Gemeinschaft

Vor 1887: Es gibt schon eine Gemeinschaft in Freudenstadt. Die Leitung haben die Brüder Blickle und Springer. Die Gemeinschaft nennt sich nicht "Altpietistische Gemeinschaft". Sie ist nicht an Stuttgart angebunden.
Im Jahre 1887 ist die Gemeinschaft bedenklich klein geworden.

Neuanfang

Oberlehrer Schmid (Mittelschule) zieht nach Freudenstadt. Dekan Herrlinger bittet ihn, "das Sterbende durch Gottes Gnade zu stärken".

Oberlehrer Jakob Schmid mit Frau

Die Anfänge der Apis bis 1894

6. Juli 1887: Erstes Treffen in der Reichsstraße im Haus des "blinden Hornbergers". Danach in Schmids Wohnung; ab 1890 in seinem neugekauften Haus in der unteren Badstraße.
1893: Gemeinschaftsleute gründen die Sonntagsschule, den Jungfrauenverein sowie 1895 den Jünglingsverein (heute CVJM). Es ist eine Zeit des Segens - auch die Gemeinschaftsstunde wächst.

Erste Pläne für ein eigenes Haus

Im Juni 1894 besucht Rektor Dietrich (Stuttgart) die Gemeinschaft. Er verspricht Unterstützung durch die Altpietistischen Gemeinschaften beim Neubau. In der Heuvakanz besichtigt Oberlehrer Schmid Bauplätze. Er wird in der Kleinrheinstraße fündig.

Ein Bauplatz wird gefunden

"Der Bauplatz ist ein wenig groß. Dafür steht er nach allen Seiten frei!" meint Schmid.
Die Kosten belaufen sich auf 12.000 Mark. Die Spenden: 1.200 Mark aus Freudenstadt, 1.884,51 Mark von Stuttgart und viele Mithilfe....
Mit dem Bau wird die "Gemeinschaft" die "Altpietistische Gemeinschaft Freudenstadt".
Die alte Unabhängigkeit ist bis heute spürbar.

Das neue Gemeinschaftshaus

11. Dezember 1894: Einweihung.
Im Mai 1895: Die Wohnung wird durch Familie Schmid bezogen.
Im Sommer 1898: Ein Anbau wird nötig. Er kostet 4.000 Mark. 1.000 Mark spendet der Chemiefabrikant Paul Lechler dazu.
Neun Jahrzehnte später: Seine Urgroßenkelin wird Gemeinschaftsdiakonin Conny Stöckle.

Gemeinschaftsleiter

1912 geht Bruder Schmid in Ruhestand. Er widmet sich ganz der Gemeinschaftsarbeit.
1926 übernimmt Bruder Haux die Leitung. Sein Stellvertreter ist Bruder Höhn
1946 wird Bruder Karl Wurster Gemeinschaftsleiter. Bruder Haux war gestorben.
Auf Karl Wurster folgt 1951 Werner Rudert.

Gemeinschaftsleiter Haux
Gemeinschaftsleiter Karl Wurster 1946-1951
Gemeinschaftsleiter Werner Rudert 1951-1974
Gemeinschaftsleiter Willi Haizmann 1974-2001
Gemeinschaftsleiter Ulrich Haizmann seit 2001
 

Nach 1945 / Neuanfang

Situation nach dem Krieg

16. April 1945: In Freudenstadt werden 600 Häuser zerstört. Unter ihnen ist auch das Gemeinschaftshaus. Für die Sonntagsstunden steht die Palmenwaldkapelle zur Verfügung. Unter der Woche trifft man sich im Musikhaus Rudert.
Der Wunsch nach einem Neubau wird laut.

Entscheidung

Familie Schweikle will bauen. Die Apis brauchen einen Saal. Gott fügt beides zusammen.

Familie Schweikle

2. Mai 1949: Beginn des Neubaus.

Richtfest 15. Juli 1949

Bis zur Renovierung 2002

Weitere bauliche Maßnahmen

1961 Holzfußboden geschliffen und versiegelt.
1961 Saal wird mit Öl geheizt.
1963 Renovierung des Saales mit Farbe sowie Einbau des Neonlichtes.
1966 elektrische Heizung im WC.
1971 Anbau des Jugendraumes Einweihung am 21. Januar 1972.

Anschaffungen

1984 10 Klapptische werden angeschafft Türanlage wird erneuert.
1985 140 Stühle (32.363 DM) gekauft.
1995 Jesus unsere Freude! Das Gnadauer Gemeinschaftsliederbuch.
Die Umstellung ist für Freudenstadt nicht so groß, denn das neue Liederbuch von Gnadau ersetzt nur das alte.

Erste Pläne zum Umbau

Seit 1996: Prüfung verschiedener Vorschläge zum Um- und Anbau.
Einreichung eines Antrages auf Baugenehmigung. Baugenehmigung wird mit "äußerst starken Bedenken" durch die Stadtverwaltung erteilt.
Ablehung durch die Gemeinschaft wegen der hohen Kosten.
Frühjahr 2002: Entscheidung für die "kleine Lösung" - Renovierung statt Um- oder gar Anbau.

Die grundlegende Renovierung

3. Juni 2002: Beginn der Abrissmaßnahmen in der Kleinrheinstraße.
Im Juli 2002: Der Jugendkreisraum wird in die Renovierungsmaßnahme einbezogen.
6. Oktober 2002: In den neuen Räumen wird wieder Gemeinschaftsstunde gehalten.
3. November 2002: Einweihung der renovierten und neugestalteten Räume.

Hauptamtliche

Bruder Müller

Die ersten Hauptamtlichen

1929-1966 Gemeinschaftsschwester Barbara Lehmann (in den letzten Jahren als Ruheständlerin).
Brüder Neumann und Müller jeweils nur kurze Zeit.
Wilhelm Fiedler 1956-1967
Gotthilf Bürk 1967-1976
Hanni Wöhrle 1970-1974

April 1995 - fünf Generationen: Jörg u. Elisabeth Ruoss, Wilhelm Fiedler, Gotthilf u. Gerlinde Bürk, Wolfgang u. Sigrid Kahler, Otto Ziefle, Gottfried Holland, Dieter Höfig

Hauptamtliche seit 1974

Christa Stapf 1974-1981
Dieter Höfig 1976-1988
Lydia Morlok 1981-1986
Conny Stöckle 1986-1994
Wolfgang Kahler 1988-1995
Gisela Schlumpberger 1994-2002
Gottfried Holland 1995-2004
Gemeindediakonin 2002
Friedemann Beck 2003-2008
Daniel Heine 2008-2012 (20%)
Christoph Meyer 2005-2014
Daniel Heine seit 2015